Vierspur-Tonbandgerät

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Grundig TK 145 De Luxe, 1967–1969
 

Herr Dirk Schulte, 66 Jahre

Was interessiert Sie an dem Objekt besonders?

Man konnte damit Musik aus dem Radio aufnehmen.


Fällt Ihnen dazu eine persönliche Geschichte oder eine Erinnerung ein?

An meine Jugendzeit. Mein Freund hatte eines.


Hat das Objekt Sie dazu angeregt, über Ihren ­Konsum nachzudenken?
Nein.

Herr  S, 69 Jahre

Was interessiert Sie an dem Objekt besonders?

Man konnte damit Musik aus dem Radio aufnehmen.


Fällt Ihnen dazu eine persönliche Geschichte oder eine Erinnerung ein?

Das Tonbandgerät TK 145 gab es auch in der DDR in ähnlicher Ausführung. Ich hatte es auch und man konnte Westmusik aufnehmen und hören, da es dort keine Platten gab. Sie wurden sehr teuer gehandelt auf dem Schwarzmarkt.
Schlaghosen gab es 1965 auch nicht in der DDR und wir haben sie uns schneidern lassen für 100 DDR-Mark.


Hat das Objekt Sie dazu angeregt, über Ihren ­Konsum nachzudenken?
Ich denke immer über meinen Konsum nach und versuche ihn gering zu halten.

Frau  Alexandra Becker, 44 Jahre


Fällt Ihnen dazu eine persönliche Geschichte oder eine Erinnerung ein?

Meine Eltern hatten (haben?) ein solches Gerät. Als Kind habe ich davor gesessen und aufgenommene, knisternde Märchen gehört. Es ist eine romantische Erinnerung an einen gemütlichen, warmen Sonntag. (Ich durfte es allerdings nicht selbst bedienen.)


Hat das Objekt Sie dazu angeregt, über Ihren ­Konsum nachzudenken?
Nein.

Hermann J. Dörpinghaus, 79 Jahre

Was interessiert Sie an dem Objekt besonders?

Es war schon eine Weiterentwicklung der ersten Tonbandkoffer. Wichtig waren die dünnen Tonbänder auf denen dann zum Beispiel Musik aufgezeichnet wurde.


Fällt Ihnen dazu eine persönliche Geschichte oder eine Erinnerung ein?

Mit meinem Tonbandkoffer versuchten wir als Jugendliche eine Art „Tanztee“ zu machen. Leider war der TK zu leise im großen Café an der Burg in Kempen.
Außerdem die Erinnerungen an die Zeit als „Tonbandjäger“ mit kleinen Cassetten, die wir innerhalb Deutschlands austauschten. Eine Art Hörpost, die viel Freude machte.
Der Traum, ein eigenes großes Hörspiel zu machen, blieb ein Traum, aber nicht vergessen.


Hat das Objekt Sie dazu angeregt, über Ihren ­Konsum nachzudenken?
Alles ist vergänglich und alles entwickelt sich weiter. Must have – eher nein zum Konsum. Kein Schneller-Höher-Weiter, sondern (inzwischen) mehr verantwortlich. Ich brauche nicht „alles“, das einfache Leben ist mir wichtiger geworden.