Maggiflasche

Maggiflasche.jpg

Maggi-Würze, Flasche um 1928

Frau Regina S., 58 Jahre

Fällt Ihnen dazu eine persönliche Geschichte oder eine Erinnerung ein?

Mein Vater (Jahrgang 1937) hat in seiner Jugend viel Gasthauskost, Kantinenessen und Großverpflegung erlebt mit wohl reichlich Maggi-Einsatz. Nach seiner Heirat hatte diese Flasche zu Hause „Hausverbot“. So war Maggi für uns Kinder bei Ausflügen und Besuchen etwas Besonderes. Nachdem mein Vater starb (2005), kaufte meine Mutter eine Flasche Maggi – aber benutzt hat sie es dann doch nicht.

Hat das Objekt Sie dazu angeregt, über Ihren ­Konsum nachzudenken?
Ja, über das eigene Kochen.

Frau Martina Kihn-Botulinski, 63 Jahre

Was interessiert Sie an dem Objekt besonders?

Wie damals das Objekt beworben wurde. Dick zu sein galt damals als wohlhabend, gesund, mächtig. Maggi in die Suppe zu geben, war also gut und sollte zum gehobenen Geschmack beitragen. Mich interessiert daran aber auch der Wandel: Heute ist es ein Zeichen von schlechtem Kochen, Maggi (oder auch Fertiggerichte) zu verwenden. Ungesunde Ernährung als fortschrittliche Errungenschaft!


Fällt Ihnen dazu eine persönliche Geschichte oder eine Erinnerung ein?

An die Suppentage (einmal pro Woche) in meiner Herkunftsfamilie. An die Bauchschmerzen durch Eintöpfe aus Hülsenfrüchten. Maggi darf heute meine Küche nicht betreten!


Hat das Objekt Sie dazu angeregt, über Ihren ­Konsum nachzudenken?
Es hat mich darin bestätigt, weiter Fleisch und Wurst beim lokalen Metzger, Brot beim lokalen Bäcker zu kaufen. Obst und Gemüse im eigenen Garten zu pflanzen und weiterhin wenig Fertigprodukte zu essen.