Kabelgebundenes Telefon

Telefon_Pn.jpg

Tischfernsprecher W 48, ab 1948 für die Deutsche Post hergestellt
 

Angelique, 40 Jahre

Was interessiert Sie an dem Objekt besonders?

Beim Telefon die Entwicklung von damals bis heute. Es folgte das schnurlose Telefon, dann das Handy und heute ist es das Smartphone.


Fällt Ihnen dazu eine persönliche Geschichte oder eine Erinnerung ein?

Das Telefon an meine Kindheit. Oma hatte noch eines mit Wählscheibe, wir schon mit Tasten. Durch das Kabel konnte man nicht überall hin und ungestört telefonieren. Meine Mutter belegte oft stundenlang das Telefon und wir mussten das Wohnzimmer, wo es stand, verlassen. Da es früher keine Flatrate gab, schimpfte mein Vater jedes Mal wenn die Rechnung kam und er drohte eine Spardose aufzustellen. Natürlich fiel der Verdacht auf uns Kinder. Als er hörte, dass unsere Mutter die Dauertelefoniererin war, ließ er das mit der Spardose.


Hat das Objekt Sie dazu angeregt, über Ihren ­Konsum nachzudenken?
Ja. Zum Beispiel der Preis für ein Telefon. Den war man damals aber bereit zu bezahlen. Wichtig war es einfach überhaupt telefonieren zu können. Heute muss mein Smartphone alles können: Musik abspielen, Fotos machen, etc. Es verbindet viele Geräte in einem und muss das Neueste vom neuesten sein. Es darf also teuer sein bzw. der Preis suggeriert Qualität. Früher galt Funktionalität zum kleinen Preis. Das Lebensgefühl war wichtig. Heute ist wichtig, das zu besitzen, was in der Werbung als „must have“ angepriesen wird. Da bin ich schon ins Grübeln gekommen.